Wissenswertes über Ellwangen

Wussten Sie schon … ?

 

Der Ellwanger Seifensieder

Ludwig Lock (1852-1922) soll 1880 die Brezellauge erfunden haben.

 

Die Fürstpropstei Ellwangen

musste 1741 einen Waffengang gegen die Grafschaft Oettingen-Oettingen abblasen: Die Musketen der Miliz waren uralt, reichten nur für jeden vierten Mann und außerdem sollen neun von zehn nicht funktioniert haben.
Die Ellwanger Mannschaft weigerte sich, so ins Feld zu ziehen.

In den 1960er Jahren

gab es zeitweise Überlegungen, die Promenade am Schönen Graben zur vierspurigen „Stadtautobahn“ auszubauen.

Ab 1720 wurde an den Stadttoren

ein Passiergeld von einem Kreuzer pro Person erhoben. Wer außerhalb der Stadtmauer wohnte und z. B. morgens zur Kirche wollte, musste Eintritt zahlen.

Beim traditionellen gemeinsamen Fastnachtsmahl des Gemeinderats

und einiger städtischer Funktionsträger ging es immer fröhlich zu. 1739 verkostete die etwa 20-köpfige Gesellschaft sage und schreibe 180 Liter Wein und verursachte der Stadtkasse einen heftigen „Deckel“. Der Fürstpropst war nicht erfreut

Johann Christoph II. von Freyberg und Eisenberg

war von 1573-1584 Fürstpropst und Herr von Ellwangen. Er soll einer der korpulentesten Menschen seiner Zeit gewesen sein. Angeblich wog der Landesherr fast sechs Zentner.

In vergangenen Zeiten

wurde in Ellwangen sogenannter Stuben- oder Scheuersand unterirdisch abgebaut. Viele der dabei entstandenen Gänge und Tunnel wurden niemals kartografiert und sind bis heute unbekannt. So mancher Ellwanger Bauherr hat darum beim Ausbaggern seiner Baugrube eine böse Überraschung erlebt…

Das Ellwanger Seenland

trägt seinen Namen nicht zu Unrecht. Mehr als 70 Gewässer sind auf dem Stadtgebiet zu finden.

Noch um 1960

gab es in Ellwangen (ohne eingemeindete Teilorte) sage und schreibe 78 Gaststätten – 38 innerhalb der Altstadt. Nach einem zeitgenössischen Bericht soll Ellwangen um 1900 nach München und Budapest die höchste Wirtshausdichte Europas gehabt haben. Auf 110 Einwohner (Frauen und Kinder inbegriffen) kam damals eine Wirtschaft.

Ein belgisches Tourismus-Magazin

wusste 1957 über Ellwangen zu berichten: „Beamtenstadt, daher ruhig und friedlich“. Ellwangen galt lange auch als die Stadt der drei „B“s: Bäcker, Betschwestern und Beamten.

Die erste industriell gefertigte Strumpfhose

der Welt wurde von der Firma E. Graf-Witwe in Ellwangen gefertigt. Andere Unternehmen hatten angesichts der bahnbrechenden Idee der schwäbischen Modezeichnerin Grete Knabe nur mit dem Kopf geschüttelt.

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