Kalter Markt Ellwangen 2023

Für Pferdeliebhaber ist er ein Muß, für viele Ellwanger ist er das Fest der Feste und wenn nach Dreikönig die Hufe klappern und die Pferde wiehern, dann ist er endlich da. Der Kalte Markt – vom 7. bis 11. Januar – traditioneller Pferdemarkt und fünfte Jahreszeit in Ellwangen.

Kalter Markt Ellwangen vom 07. bis 11. Januar 2023

Der Kalte Markt – Fest der Feste

Für Pferdeliebhaber ist er ein Muß, für viele Ellwanger ist er das Fest der Feste und wenn nach Dreikönig die Hufe klappern und die Pferde wiehern, dann ist er endlich da. Der Kalte Markt, traditioneller Pferdemarkt und fünfte Jahreszeit in Ellwangen. Pferdezüchter und Bauern, Pferdeliebhaber und vor allem Reiter – alle strömen in der zweiten Januarwoche nach Ellwangen.

 
Die Stadt, ihre Plätze und Gaststätten sind an diesen Tagen rappelvoll, besonders am Tage der Pferdeprämierung und des Reiterumzugs, immer am Montag nach Dreikönig. Dies wiederholt sich bereits seit über 1000 Jahren. Sogar seine eigenen Heiligen hat der Markt, die Gründer des Klosters Ellwangen, die Langreser Bischöfe Hariolf und Erlolf, brachten im Jahr 764 die Reliquien der kapadonischen Pferdezüchter Meleusippus, Eleusippus und Speusippus nach Ellwangen. Sie werden heute als Pferdeheilige verehrt, an die erinnert ein festlicher Gottesdienst, der zum Auftakt des Kalten Marktes in der Basilika St. Veit gehalten wird.

Der Kalte Markt 2023

Bereits am Freitag den 6. Januar bildet die Beat-Night in der Kübelesbuckhalle Rindelbach den Auftakt zum Kalten Markt 2023.
Am Samstag den 7. startet um 12:00 Uhr der Ellwanger Kuttellauf am Fuchseck, um 20:00 Uhr folgt der traditionelle „Grüne Ball“ der Landjugend in der Stadthalle.
Am Sonntag den 8. ist verkaufsoffener Sonntag von 12:30 bis 17:30 Uhr.
Am Sonntagabend ist ausserdem ein festlicher Gottesdienst um 18:00 Uhr in der Basilika St. Vitus.
Am Montag findet die Pferdeprämierung statt, auf die der Festumzug durch die Stadt als das zentrale Element des Marktes folgt.
Am Dienstag folgt der 16. Gesundheits- und Seniorentag auf der Technikmesse auf dem Schießwasen.
Am Mittwoch findet die Bauernkundgebung in der Stadthalle statt. Abgeschlossen wird das Fest am Mittwoch dann mit einem großen Krämermarkt in der gesamten Innenstadt von Ellwangen.
An allen Festtagen werden in den Gasthäusern der Stadt „Saure Kutteln“ als Ellwanger Nationalgericht zum „Kalten Markt“ serviert.

 
Den Flyer zum diesjährigen Kalten Markt mit detailliertem Programm und Geschichte finden Sie hier.

 
Kalter Markt - Pferdegspann  Kalter Markt - Umzug Bürgergarde  Kalter Markt - Reiter auf dem Marktplatz

 

Die Entwicklung des Marktes

Aus Anlass der Klostergründung 764 gab Bischof Erlolf von Langres seinem Bruder Hariolf Reliquien der hl. Drillinge Meleusippus, Eleusippus und Speusippus, die in Kappadokien in Kleinasien als Christen verfolgt wurden und als Märtyrer gestorben sind. Da sie bei Pferdekrankheiten angerufen werden, werden sie auch als „Pferdeheilige“ bezeichnet.
Der Kalte Messtag, urkundlich erstmals 1353 als Markt erwähnt, wurde am 17. Januar, dem Festtag der hl. Drillinge abgehalten. Vermutlich reichen aber die Anfänge des Markts bis ins 9. Jahrhundert zurück. Da der Kalte Messtag zugleich Festtag des hl. Mönchsvaters Antonius von Theben war, wurde der Markt auch als Antoniusmarkt bezeichnet.
Erst im 17. Jahrhundert wurde der „Kalte Markt“ vom Festtag der Heiligen gelöst und auf den Montag nach dem Dreikönigstag verlegt. Der Name „Kalter Markt“ blieb dabei aufgrund der im Januar herrschenden Temperaturen erhalten. Seit dem Spätmittelalter bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Marktgeschehen am „Kalten Markt“ vom Pferdehandel geprägt.

Aus der Geschichte

1824 erwartete Ellwangen hohen Besuch. Allerhöchsten, um genau zu sein, denn der König hatte sich zum Kalten Markt angekündigt und blieb dafür sogar über Nacht. Natürlich musste Wilhelm, der am 11. Januar abends gegen halb sechs beim Steinernen Tor eintraf, gebührend empfangen werden. Allen Bewohnern der Marienstraße war befohlen worden, Kerzen in die Fenster zu stellen und alle vorhandenen Lampen anzuzünden. Es dürfte ein schöner Anblick gewesen sein.
Um seine Majestät noch mehr zu beeindrucken, griff man tags darauf die alte Tradition des Pferdeumritts wieder auf. Alle in der Stadt befindlichen Marktpferde mussten – wie zu Fürstpropsts Zeiten – in einem großen Umzug vorgeführt werden. Unter Androhung von Strafe hatten die Gastwirte dafür zu sorgen, dass sich keiner der bei ihnen logierenden Pferdehändler mit seinen Tieren davor drückte. So bot man dem Landesherrn ein besonderes Spektakel, das erst ab 1840 wieder zu einem festen Bestandteil des Kalten Marktes wurde.
[Stadtarchiv A I 13]

 

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